CERINA-Plan

Investitionen für den globalen Klimaschutz

Annual ArcticSeaIceMin Still.2015 1280 256

CERINA-Plan: 'Investitionen' statt 'CO2-Begrenzungen' oder 'Emissionsbudgets'

Der Grundgedanke des CERINA-Plans (CO2-Emissions and Renewable Investment Action Plan) geht zurück auf die gescheiterte UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 und basiert auf Investitionsbeiträgen der Länder. Im Unterschied zu Begrenzungsansätzen wie dem Kyoto-Protokoll und dem Feilschen um CO2-Obergrenzen sind Investitions-Länderrankings positiv besetzt. Dies zeigen z.B. Staaten-Rankings zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). In einer Investitions-Debatte stehen Innovationen, Wachstum und Beschäftigung im Vordergrund.


Das Grundprinzip und die Funktionsweise des CERINA-Plans

Das CERINA-Plan Prinzip: Der globale Anstieg der CO2-Emissionen, d.h. das Wachstum, ist mit rd. 500 - 700 Mio. t CO2 jährlich sehr genau bekannt. Auf dieser Grundlage kann rückwärts berechnet werden, wie hoch die jährlichen weltweiten Investitionen in CO2-freie Techniken sein müssen, um den globalen jährlichen CO2-Anstieg (das Delta) zu kompensieren. Nach Berechnungen des IWR sind das weltweit Investitionen in Höhe von jährlich rd. 500 Mrd. Euro.


Verursachergerechte Verteilung von Investitionen auf die Staaten

Im zweiten Schritt des CERINA-Plans werden die Investitionen verursachergerecht auf die Länder verteilt. Die Verteilung basiert auf dem jeweiligen CO2-Ausstoß eines Landes und erfolgt nach dem Grundprinzip: je höher der CO2-Ausstoß eines Staates, desto höher die Investitionen.

Aus der Gesamthöhe der Investitionen und dem gesamten weltweiten CO2-Ausstoß kann ein Investitions-Verrechnungssatz pro Tonne CO2 (16 Euro pro t CO2) ermittelt werden. Über die CO2-Emissionen der Staaten können dann die nationalen Investitionen berechnet werden, die erforderlich sind, um den jährlichen globalen CO2-Anstieg zu kompensieren (CERINA-Tabelle 2014). Bei einem höheren Verrechnungssatz könnte der weltweite CO2-Ausstoß stärker abgesenkt werden.


Staaten behalten Handlungs-Optionen

Bei Anwendung des CERINA-Plans behalten die Länder den Vorteil der Handlungs-Optionen, da erneuerbare Energien in jedem Land genutzt werden können und keine Beschneidung des Maßnahmenportfolios zum Klimaschutz erfolgt. Maßnahmen zur nationalen CO2-Minderung wie Emissionshandel, Energieeffizienz, Wärmedämmung etc. senken die Höhe der notwendigen Investitionen. Genauso wie Investitionen in erneuerbare Energien senken sie zudem auch den CO2-Ausstoß und tragen damit zu einem geringeren globalen CO2-Ausstoß bei. Ein Handlungs-Stillstand wird erschwert.


Internationaler Klimaschutz mit dem CERINA-Plan: Vorteile und Wirkung

Der CERINA-Plan entfaltet seine Wirkung dadurch, dass die bisherige Handlungs-Lähmung überwunden und letztendlich staatliche Aktivitäten und Maßnahmen zur CO2-Minderung initiiert werden, und zwar durch Maßnahmen zur CO2-Minderung oder Vermeidung (u.a. Emissionshandel), Effizienzmaßnahmen oder den Ausbau der erneuerbaren Energien.


Die 5 Vorteile des CERINA-Plans für den globalen Klimaschutz

  1. CERINA-Plan: staatliche Aktivitäten / bzw. aktive Investitionen in Klimaschutz-Maßnahmen stehen im Vordergrund, nicht die Verhandlungstaktik
  2. Alle Länder können prinzipiell mitmachen und werden eingebunden, da EE-Investitionen überall möglich sind
  3. Eigene CO2-Minderungsmaßnahmen der Länder, vorhandene Instrumente wie der Emissionshandel in den Staaten werden im CERINA-Plan explizit berücksichtigt
  4. Die lähmende Handlungs-Stagnation der Staaten kann überwunden werden. Auf jeder UN-Klimakonferenz werden die Investitions-Aktivitäten in Abhängigkeit vom CO2-Ausstoß der Staaten vorgestellt. Ein öffentliches Investitions-Ranking mit Soll/Ist-Vergleich motiviert Politiker, Investitionen im eigenen Land voranzutreiben
  5. Ob durch Investitionen in CO2-Minderungsmaßnahmen oder in Erneuerbare Energien, eine CO2-Minderung erfolgt in jedem Fall!