CERINA-Plan

Investitionen für den globalen Klimaschutz

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CERINA-Plan: Der neue Weg zum globalen Klimaschutz

Die weltweiten CO2-Emissionen erreichten im Jahr 2014 insgesamt 35,45 Milliarden Tonnen und liegen damit um mehr als 55 Prozent über denen im Jahr 1990. Politiker sorgen sich um den Klimawandel, allerdings scheint der richtige Weg zum Schutz des Klimas noch nicht gefunden zu sein. Die steigende CO2-Emissionskurve zeigt, dass sich das weltweite CO2-Problem allein mit dem Begrenzungsgedanken und -modellansatz im Kyoto-Protokoll nicht lösen lässt. Mit den Beschlüssen der UN-Klimakonferenz im Dezember 2015 in Paris zeichnet sich ein Paradigmenwechsel im internationalen Klimaschutz ab.


Grundprinzip Investitionen: Kopplung der CO2-Emissionen eines Staates an Investitionen in „grüne“ Techniken

Das IWR-Institut für Regenerative Energiewirtschaft schlägt mit dem CERINA-Plan (CO2-Emissions and Renewable Investment Action Plan) eine Ergänzung des Begrenzungsansatzes (Kyoto-Protokoll) um einen Investitionsansatz (CERINA-Plan) vor. Grundgedanke des neuen Weges: Kopplung der CO2-Emissionen eines Staates an CO2-freie Investitionen (z.B. erneuerbare Energien). Je höher die aktuellen CO2-Emissionen eines Landes, umso höher die anzuschiebenden „grünen“ Investments im Land.


Berechnung der Investitionen: Wie viel CO2-freie Technik braucht das Land?

Die Berechnung zur Höhe der „grünen“ Investitionen je Land ist vollkommen transparent: Kennt man den jährlichen globalen CO2-Anstieg, dann kann rückwärts berechnet werden, wie hoch die jährlichen weltweiten Investitionen (ca. 500 Mrd. Euro pro Jahr) in CO2-freie Techniken zur Kompensation des CO2-Anstiegs (das Delta) sein müssen. Über einen einzigen Verrechnungsschlüssel (16 Euro / 19 US-Dollar pro Tonne CO2) lassen sich die Investitionen dann auf die einzelnen Staaten je nach CO2-Landesausstoß verteilen. Je höher die CO2-Emissionen eines Landes, desto höher die Investitionen. Länder mit einem niedrigen CO2-Ausstoß benötigen geringere Investitionen als solche mit einem hohen CO2-Ausstoß.


Globaler Klimaschutz und der neue Weg: Investieren mit dem CERINA-Plan

Der CERINA-Plan ist ein neuer Weg und stellt einen wirtschaftsfreundlichen Investitionsansatz zur Stabilisierung bzw. Senkung der weltweiten CO2-Emissionen zum Klimaschutz dar. Ein Investitionsprogramm ist politisch attraktiver in den Ländern der Erde darstellbar als ein Begrenzungsansatz wie das Kyoto-Protokoll. Zum globalen Schutz vor dem Klimawandel wäre auch eine parallele Debatte und Umsetzung von Begrenzung (Kyoto) und Investitionen (CERINA-Plan) denkbar.


 

Über die CERINA-Plan Initiative

Der CERINA-Plan (CO2 Emissions and Renewable Investment Action Plan) ist als Folge der gescheiterten UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 entstanden. Mehr als 10 Jahre nach dem Abschluss des Kyoto-Protokolls im Jahr 1997 und einem rasanten Anstieg des CO2-Ausstoßes war im Ergebnis schon zu diesem Zeitpunkt klar erkennbar, dass die staatlichen Verhandlungen über CO2-Obergrenzen nicht funktionierten. Ursache für die „Kyoto-Sackgasse“ ist letztendlich der zugrundeliegende Begrenzungsansatz über „staatliche CO2-Obergrenzen“, der reflexartig zu Abwehrhaltungen in vielen Staaten führte.

Mit dem CERINA-Plan hat das IWR-Institut im Jahr 2009 ein Investitions-Konzept entwickelt und veröffentlicht, das im Unterschied zu der bisherigen staatlichen CO2-Obergrenzen-Debatte auf konkrete Investitions-Beiträge der Länder zum Klimaschutz setzt. Ein weiterer Zielbestandteil war eine möglichst breite Beteiligungsmöglichkeit aller Staaten.

Die Kerngedanken des IWR-Investitionsansatzes lauten:

  1. Kennt man den jährlichen globalen CO2-Anstieg, dann kann rückwärts gerechnet die notwendige Höhe der Investitionsbeiträge der Länder in CO2-freie bzw. regenerative Techniken ermittelt werden, um den CO2-Emissionsanstieg zu kompensieren oder zu senken.
  2. Eine Beteiligung nach dem Verursacher-Prinzip - je höher die CO2-Emissionen eines Landes, desto höher die EE-Investitionen - führt zu einer breiten Akzeptanz.
  3. Regenerative Energietechniken sind in jedem Land einsetzbar, d.h. alle Staaten können sich auch beteiligen.

Die UN-Klimakonferenz in Paris 2015 steht nicht nur für den großartigen Erfolg des weltweiten Klimaschutzvertrags, sondern auch für einen grundlegenden Wandel in der Klimaschutzdebatte. Im Unterschied zu früheren UN-Klimakonferenzen standen erstmals die aktiven Beiträge der Länder zum Klimaschutz im Vordergrund. Mit dem Paradigmenwechsel von Obergrenzen-Debatten hin zu Klimaschutz-Beiträgen ist ein erster Schritt in Richtung des CERINA-Plans umgesetzt worden. Der CERINA-Plan geht jedoch noch einen Schritt weiter und setzt auf konkrete, quantitativ-messbare Investitionsbeiträge der Länder.