CERINA-Plan: Der neue Weg zum globalen Klimaschutz
Die weltweiten CO2-Emissionen erreichten im Jahr 2011 insgesamt 34 Milliarden Tonnen und liegen damit um 50 Prozent über denen im Jahr 1990. Politiker sorgen sich um den Klimawandel, allerdings scheint der richtige Weg zum Schutz des Klimas noch nicht gefunden zu sein. Die steigende CO2-Emissionskurve zeigt, dass sich das weltweite CO2-Problem allein mit dem Begrenzungsgedanken und -modellansatz im Kyoto-Protokoll nicht lösen lässt.
Grundprinzip Investitionen: Kopplung der CO2-Emissionen eines Staates an Investitionen in „grüne“ Techniken
Das IWR-Institut für Regenerative Energiewirtschaft schlägt mit dem CERINA-Plan (CO2-Emissions and Renewable Investment Action Plan) eine Ergänzung des Begrenzungsansatzes (Kyoto-Protokoll) um einen Investitionsansatz (CERINA-Plan) vor. Grundgedanke des neuen Weges: Kopplung der CO2-Emissionen eines Staates an CO2-freie Investitionen (z.B. erneuerbare Energien). Je höher die aktuellen CO2-Emissionen eines Landes, umso höher die anzuschiebenden „grünen“ Investments im Land.
Berechnung der Investitionen: Wie viel CO2-freie Technik braucht das Land?
Die Berechnung zur Höhe der „grünen“ Investitionen je Land ist vollkommen transparent: Kennt man den jährlichen globalen CO2-Anstieg, dann kann rückwärts berechnet werden, wie hoch die jährlichen weltweiten Investitionen (ca. 500 Mrd. Euro pro Jahr) in CO2-freie Techniken zur Kompensation des CO2-Anstiegs (das Delta) sein müssen. Über einen einzigen Verrechnungsschlüssel (16 Euro / 19 US-Dollar pro Tonne CO2) lassen sich die Investitionen dann auf die einzelnen Staaten je nach CO2-Landesausstoß verteilen. Je höher die CO2-Emissionen eines Landes, je höher die Investitionen. Länder mit einem niedrigen CO2-Ausstoß benötigen geringere Investitionen als solche mit einem hohen CO2-Ausstoß.
Globaler Klimaschutz und der neue Weg: Investieren mit dem CERINA-Plan
Der CERINA-Plan ist ein neuer Weg und stellt einen wirtschaftsfreundlichen Investitionsansatz zur Stabilisierung bzw. Senkung der weltweiten CO2-Emissionen zum Klimaschutz dar. Ein Investitionsprogramm ist politisch attraktiver in den Ländern der Erde darstellbar als ein Begrenzungsansatz wie das Kyoto-Protokoll. Zum globalen Schutz vor dem Klimawandel wäre auch eine parallele Debatte und Umsetzung von Begrenzung (Kyoto) und Investitionen (CERINA-Plan) denkbar.